Herr der Töne

Noten lesen 2


Musik ist eine eigene Sprache, die wie jede andere für einfache, verständliche "Sätze" oder aber auch schwer zu verstehende und kunstvoll arrangierte Werke benutzt werden kann. Da der Mensch seit jeher nach Möglichkeiten sucht, seine Kreationen zu verewigen, erfand er zu gegebener Zeit die Notenschrift.

So komplex, wie Musikstücke werden können, kann auch ein Notenblatt aussehen. Notenschlüssel, Taktarten, Noten, Pausen, Hälse, Balken, Bögen, Fingersätze, Wiederholungszeichen, Mehrstimmigkeit, mehrere Instrumente, Artikulationszeichen, Dynamik und und und... Für den Anfänger ein unüberschaubarer Wulst von kryptischer Symbolik. Umso wichtiger ist es für den angehenden Musiker, schnellstmöglich die Basis zu erlernen: das sichere Erkennen der Tonhöhen in den für sein Instrument verlangten Notenschlüsseln.

Das Prinzip der Notenschreibweise verstehen die meisten recht schnell. Sie beten die Tonfolge c, d, e, f, g, a, h, c hoch und runter, hangeln sich über Abzählen von Ton zu Ton und spielen so schnell wie möglich auswendig. Das klingt alles richtig und sinnvoll, aber erfahrungsgemäß wird der Schüler zwar schneller im Abzählen, ist aber nicht in der Lage, jeden beliebigen Ton sofort(!) zu erkennen. Durch das schnelle und absolut wünschenswerte Auswendig-Spiel, ist die "Trainingszeit" häufig nur sehr kurz. Dazu kommen Verkopftheit und von Umwegen geprägtes Denken: lesen der Note -> benennen -> finden der benannten Note auf dem Instrument -> spielen; statt lesen -> spielen.

Hier setzt meine App für iOS an. Statt über "Wissen" und "Logik", bzw. über analytisches Denken, die Noten zu üben, bedient sie sich eines anderen Lernkonzeptes, dass die Psychologen "perzeptuelles Lernen" getauft haben. Es ist leicht verständlich: Wir sehen etwas, beurteilen es und bekommen eine Rückmeldung über die Richtigkeit unserer Aussage. Auf die Noten angewandt: Du siehst die Note, versuchst sie zu spielen und wenn sie richtig ist, erscheint die Nächste. Wir umgehen also den halben Denkapparat und setzen an einer Stelle an, die wir ehr aus Sport und Spiel kennen: Reaktion. Wir trainieren schnell zu sein und am schnellsten ist der Mensch nunmal, wenn er nicht nachdenkt.

Die App ist weder dazu gedacht, noch leistet sie es, das traditionelle erlernen der Noten zu ersetzen. Aber sie hilft den Schülern schnell Sicherheit beim Lesen zu erlangen und sich mehr auf das schönste auf der Welt zu konzentrieren: Musik. Dabei wünsche ich viel Erfolg.

Ein besonderer Dank geht an meine Schüler, Familie und Freunde für das regelmäßige Testen der App "Noten lesen". Eure Begeisterung war mir stets die größte Motivation und ich hoffe, dass ich euch auch mit den noch geplanten Funktionen wieder begeistern kann!

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Neu bei Version 2:
- Statistik nach jedem Spiel
- Sortieren und Suchen von eigenen Übungen
- Vergrößern und Verkleinern der Note im Spiel mit der Pinch-Geste
- Unterstützung für MIDI-Keyboards via Camera Connection Kit
- Unterstützung für Sopranblockflöte

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